2. ATKEL - Allgemeine Theorie über die konditionierte Evolution des Lebens

2.1. Definition.

Die wesentliche Neuerung ist die Betrachtung der Evolution als ein innerer Mechanismus zur Verbesserung der Lebewesen, welcher sich auf die Nachkommenschaft überträgt und welcher sich, in Anbetracht der Komplexität der involvierten Aspekte, vielfältiger Systeme, Methoden und Verfahren bedient, wobei er sich für jeden Einzelfall im Rahmen der persönlichen Veranlagung gestaltet.

Die allgemeine Theorie läßt sich in den folgenden grundlegenden Ideen zusammenfassen:

  • Die wesentliche Eigenschaft des Lebens ist die Freiheit.

  • Es existiert eine innere Tendenz, seit Anbeginn der Zeit, den Freiheitsbereich mittels der Evolution zu erweitern.

  • Die Systeme, Methoden und Verfahren der Evolution sind vielfältig und gestalten sich für jeden Einzelfall im Rahmen bestimmter Veranlagerungen.

Der Begriff Freiheit wird in seinem weitesten Sinne genutzt und beschreibt die Möglichkeit den Determinismus zu besiegen, mit oder ohne Chaos, und sich von den Gesetzen der Natur zu entfernen, indem sie den Fächer der individuellen Wahlmöglichkeiten der Wesen, die über das Geschenk des Lebens verfügen, erweitert

Die Einbeziehung des Begriffs Freiheit in die Formulierung der Theorie bringt einen wesentlichen Aspekt in diese ein. Die konditionierte Evolution darf nicht in dem Sinne verstanden werden, dass die Evolution stattfindet, weil das Leben dazu neigt, sich an die Bedingungen anzupassen, sondern dass das Leben mittels der Evolution danach strebt Verbesserungen zu realisieren mit dem Ziel sich von den Einschränkungen durch Umweltbedingungen unabhängig zu machen.

Zugleich bezieht sich der Begriff konditionierte Evolution nicht nur auf Umweltbedingungen, sondern auch auf logische Bedingungen, die aus ihren eigenen Zielen abgeleitet werden.

Bestimmte Teile der Freiheit können so winzig sein, dass sie für den Menschen kaum wahrnehmbar sind, aber das heißt nicht, dass wir sie nicht durch Intuition erspüren und durch theoretische Modelle untersuchen können. Hinzu kommt, dass die Fortschritte bei wissenschaftlichen Messinstrumenten unsere Wahrnehmung stetig erweitert.

Man könnte die dritte Annahme als zu allgemein kritisieren. Die ganze Vielfalt der von der Natur verwandten Methoden zu erläutern würde es unmöglich machen, die Theorie in kurz und knapper Form zu erklären. Außerdem wäre die Lista zu lang und unvollständig.

Die beiden wichtigen Ideen bleiben jedenfalls widergespiegelt: Die Vielfalt der Methoden und der Bedingungen. Gleichzeitig kann man noch speziell die sexuelle Differenzierung und die Überprüfung der weitergegebenen genetischen Information als neue Entdeckungen auf dem Gebiet der Evolution, die Herkunft des Lebens, sowie die Evolution des Menschen und der Intelligenz erwähnen.

2.2 Natur und wissenschaftliche Methoden.

Indem man die Natur der Theorie berücksichtigt, kann man die folgenden Charakteristiken im einzelnen aufführen:

  • Philosophie und Wissenschaft

    Jede Theorie hat ihre philosophische Basis, mehr oder weniger sichtbar. In diesem Fall zeigt sich ausdrücklich die Dualität der Theorie, insbesondere im Hinblick auf die gebührende Trennung und Unabhängigkeit ihrer wissenschaftlichen Implikationen, wobei gleichzeitig im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten versucht wird, Untersuchungsmethoden vorzuschlagen, die im Einklang mit wissenschaftlichen Methoden stehen.

    Ihre Dualität ist darauf zurückzuführen, dass sie sowohl die Wissenschaft als auch die Philosophie betrifft. Ihre Formulierung versucht die grundlegenden Prinzipien der Entwicklung des Menschen, des Ursprungs des Lebens und der Evolution im Allgemeinen zum Ausdruck zu bringen.

  • Teleologie und Orthogenetik

    Man könnte sie als orthogenetische Theorie definieren, weil sie eigene interne Faktoren aufnimmt, und als teleologisch, weil der Evolution ein Ende zugewiesen wird.

    Die Theorie wurde auf Basis dieser Charakteristiken formuliert, weil ich glaube, dass sie richtig, wichtig und schön sind, auch wenn nach streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten das Ziel, den Freiheitsbereich zu erweitern, oder auch nicht, relativ irrelevant ist. Ich sage relativ, denn wenn ihre Folgerungen richtig sind, dann wäre es logisch, sie zu akzeptieren und auch die inspirierenden Grundsätze der Theorie anzuerkennen, bis sich eine lückenlosere Erklärung findet.

  • Allgemein

    Wie der Name schon sagt, ist dies eine allgemeine Theorie. Ihre Formulierung versucht die grundlegenden Prinzipien der Evolution und des Ursprungs des Lebens zum Ausdruck zu bringen. Sie geht sogar noch einen Schritt weiter und behauptet, dass diese Prinzipien auf alle evolutionären Systeme angewandt werden können.

    Die bisherigen Theorien zur Evolution werden dabei keinesfalls im Ganzen angezweifelt. Im Gegenteil, durch die dritte Annahme werden sie als Einzelfälle in diese Theorie integriert.

    In den meisten höheren evolutionären Prozessen kommen mit Sicherheit gleichzeitig genetische Veränderungen durch Außeneinwirkung, durch zufällige Prozesse, durch "Try & Error" vor; einige davon sind bereits bewiesen. Die sexuelle Differenzierung existiert, und die natürliche und sexuelle Auswahl ist mehr oder weniger präsent.

  • Gleichermaßen fortführend und revolutionär

    Fortführend, weil sie zum Teil auf den großen Entdeckungen von Lamarck, Darwin, Mendel und den allgemein ignorierten, aber wichtigen gegenläufigen Strömungen zur natürlichen Auslese beruht. Sie entwickelt die Ideen weiter, bewertet sie neu und modernisiert sie in Anbetracht der neuen Entdeckungen, die sich aus dem wissenschaftlichen Fortschritt ergeben, aber inbesondere auch in Bezug auf unsere gegenwärtige Kultur.

    Revolutionär, weil das Ergebnis einen qualitativen Sprung im Verständnis des Lebens, seines Ursprungs und seiner Entwicklung bedeutet. Jedenfalls zeigt die Theorie, dass man die Entwicklungssprünge mit dem Bau eines neuen Gebäudes vergleichen kann, welches höher als das vorherige ist, und für das man mehrere Stützen und weiter entwickeltes Wissen braucht.

  • Intuitiv und mit komplexen Systemen

    Im Hinblick auf die wissenschaftlichen Methoden läßt sich die Theorie als hypotetisch-deduktiv klassifizieren. Diese charakterisieren sich typischerweise durch die Anwendung komplexer Systeme und eine starke intuitive Komponente als Ursprung der zu untersuchenden theoretischen Modelle.

  • Methodik

    Die der Entwicklung dieser Theorie zugrunde liegende Methodik ist nicht neu, aber sehr speziell, indem sie eine unterschiedliche philosophische Basis einbringt. Ich glaube, dass man sie auch auf andere Wissensgebiete anwenden kann, in denen komplexe Systeme untersucht werden, die denen der Entwicklung des Lebens ähneln, und die ich als Lebensantriebssysteme bezeichne.

  • Bewiesen

    Meiner Meinung nach beweisen die Ergebnisse der statistischen Studien, die in dem Buch MeMint beschrieben werden und die auf den Daten der langfristigen Young Adulthood Study, 1939-1967 beruhen, eindeutig den Vererbungscharakter der rationalen Intelligenz (r²; bis zu 0,99), die Signifikanz des Gens mit dem geringeren intellektuellen Potential, wichtige Funktionen der sexuellen Differenzierung und die Existenz einer teleologischen Evolution.

    Das heißt sie beweisen die wichtigsten Vorhersagen der ATKEL

  • Multidisziplinär

    Wie bei allen Theorien über die Evolution sind auch hier unterschiedliche Wissensgebiete betroffen.

    Umgekehrt muss man für die Entwicklung und den Beweis der gegenständlichen Theorie das Wissen aus verschiedenen Wissensbereichen nutzen.

  • Caniaveruelensisch

  • Provisorisch

    Ungeachtet des Vorhergesagten ist es eine Sache, eine Theorie anhand einer konkreten Studie zu belegen, und eine andere, sie als definitiv bewiesen zu betrachten. Hierzu sind sicher weitere umfassendere Studien auch auf anderen Gebieten notwendig.

Tatsache ist auch, dass ständig neue Nachrichten aus Biologie und Genetik erscheinen, die perfekt auf die ATKEL passen, wie zum Beispiel die Duplizierung des Genoms und anderer Teile der DNA bei der Reispflanze.

Bis zum heutigen Tage wurde sie nur teilweise untersucht; sie befindet sich sozusagen in der Phase der Verbreitung und der zusätzlichen Untersuchungen mit dem Ziel, von der Wissenschaft und der Gesellschaft im Ganzen anerkannt zu werden, und so an der Fortentwicklung des Menschen und des Lebens mitzuwirken.

2.3 Schlußfolgerungen.

Diese Theorie versucht zumindest ein Element des Nachdenkens auf dem langen Weg zur wissenschaftlichen Erkenntnis zu sein.

Jede Evolutionstheorie ist gleichzeitig eine Theorie über den Ursprung des Lebens, auch wenn sie versucht, es sich nicht anmerken zu lassen oder nicht über eine mögliche Definition von Leben zu sprechen.

Auch wird sie großen Einfluss auf die Interpretation fossiler Fundstücke und anderer Aspekte aus dem Bereich der Paläontologie haben, insbesondere in bezug auf die Entwicklung des Menschen.

Die Ergebnisse aus der Überprüfung des statistischen Modells über die Vererbung der Intelligenz waren absolut zufriedenstellend. Man muss sich bewußt sein, dass erst einmal nicht gezwungenermaßen ein Zusammenhang zwischen der ATKEL und der Vererbung der Intelligenz bestehen muss. Nicht desto trotz sollte die Tatsache, dass die ATKEL eine logische Basis für diese Eigentümlichkeit bietet, und diese nachgewiesen wurde, ein wichtiger Impuls für die Anerkennung der neuen Theorie sein.

Unabhängig von ihren philosophischen und soziologischen Auswirkungen enthält die ATKEL meines Erachtens auch wirklich revolutionäre Aspekte aus wissenschaftlicher Sichtweise, wie zum Beispiel die Erklärungen zur Funktion der sexuellen Differenzierung, die detailliertere Definition des Konzepts der dominanten und rezitiven Gene und viele andere praktische Folgerungen, wie die hochwahrscheinliche Nichtexistenz des fehlenden Bindeglieds in der menschlichen Entwicklung.

Aus der grundlegenden Formulierung der Theorie lassen sich die folgenden logischen Schlußfolgerungen ziehen:

  • Die Evolution ist Folge der Weiterentwicklung der Gene im Laufe des Lebens des Individuums.

  • Die in dieser Theorie beschriebenen Konzepte zur Überprüfung (oder auch nicht) der Erbinformation und der Vervollständigung (oder auch nicht) von zwei oder mehr Merkmalen sind sehr relevant für die Erklärung der Entwicklung der Arten.

  • Die sexuelle Differenzierung kann zu einer entwicklungstechnischen Spezialisierung führen, in dem Sinne, dass sich ein Geschlecht auf die genetische Etwicklung spezialisiert und das andere auf die Entwicklung und Verbesserung des technischen Materials für die Entwicklung des neuen Lebens, welches außerdem die Überprüfung der Erbinformation durchführt. Durch die Weitergabe der unveränderten Erbinformation aus einer der beiden Quellen wird die Lebensfähigkeit des neuen Wesens garantiert und gleichzeitig seine rasche Weiterentwicklung.

  • Die sexuelle Differenzierung ist die Methode, die am meisten zur Verbesserung, Lebensfähigkeit und Optimierung bei der Entwicklung der höheren Lebewesen beiträgt, die über ein äußerst komplexes Entwicklungssystem verfügen.

  • Der beste Begründung für diese Behauptung ist, dass sie die Verwendung der Methode zur Überprüfung der weitergegebenen Erbinformation (ÜEI) in verschiedenen Vorgängen im Laufe des einzelnen Lebens erlaubt, mit verschiedenen Mechanismen und Varianten dieser Methode.

  • Die Hauptaussagen zu dominanten und rezitiven Genen aus der Theorie von Mendelverlieren ihren Sinn; außer in wenigen Ausnahmefällen sind sie ungeeignet.

  • Es stellt sich heraus, dass in den Fällen, in denen die Überprüfung Teil der Bedingungen für die Weitergabe der Erbinformation ist, das sogenannte rezitive Gen stärker und weiterentwickelter ist. Konsequenterweise ändert die ATKEL die Terminologogie und nennt das Gen, welches sich verhält, als würde es den Ausdruck seiner zugewiesenen Eigenschaften in bestimmten Verfahren einschränken, das signifikante Gen.

  • Die angewandte Methodik könnte ebenso für die Untersuchung anderer komplexer Modelle, wie den sogenannten Lebensantriebssystemen, von Nutzen sein.